Von 1956 bis 2011 gab es in der Bundesrepublik eine Wehrpflicht für Männer. In Kasernen überall in Deutschland verteilt, haben Männer ab 18 Jahren den sogenannten Grundwehrdienst geleistet. Sie wurden an der Waffe ausgebildet, für Kampfeinsätze trainiert und mussten militärische Disziplin lernen.
Das Personal ist von weit mehr als 300.000 aktiven Soldaten im Jahr 2000, inklusive Grundwehrdienstleistenden, auf inzwischen rund 180.000 Soldaten geschrumpft. Die Bundeswehr wurde zu einer Freiwilligenarmee, die aktiv um Nachwuchs werben muss.
Die Union denkt an eine Verpflichtung für junge Menschen, nicht nur für die Bundeswehr, sondern allgemein, um für die Gesellschaft zu arbeiten. Junge Menschen ab 18 Jahren, Männer und Frauen, sollen nicht nur für die Bundeswehr verpflichtet werden, sondern allgemein, um in ganz unterschiedlichen Bereichen zu arbeiten.
Die SPD spricht von Freiwilligkeit, nicht von einer Pflicht. Die SPD will, dass junge Menschen nach ihrem 18. Geburtstag einen Fragebogen erhalten, um ihre Interessen und Fähigkeiten zu erfassen.
Ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr müsste so an den Start gebracht werden, dass es nicht gegen Grundrechte verstößt. Zwangsarbeit ist in Deutschland grundsätzlich verboten, abgesehen vom engen Rahmen innerhalb der Wehrpflicht und im Verteidigungsfall.